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Ab 1. Januar 2027

Altersvorsorgedepot ab 2027 – was sich ändert und was du jetzt tun kannst

Der Riester-Nachfolger kommt – staatlich gefördert, ETF-basiert und ohne teure Rentenversicherung. Ob das für dich die richtige Wahl ist, hängt von deiner persönlichen Situation ab. Genau da setze ich an.

Gesetzgebung – aktueller Stand

Zuletzt aktualisiert: 27. März 2026

Der Bundestag hat das Altersvorsorgereformgesetz (Drucksache 21/4088) verabschiedet. Damit steht der gesetzliche Rahmen für das Altersvorsorgedepot.

  • Drei Produktvarianten (ohne Garantie, 80 % Garantie, 100 % Garantie)
  • Matching-Förderung statt fester Zulagen: bis zu 540 €/Jahr Grundzulage
  • Kinderzulage bis 300 €/Kind/Jahr
  • Alle Selbstständigen neu förderberechtigt
  • Frühstart-Rente: 10 €/Monat vom Staat für Kinder ab 6
  • Keine neuen Riester-Verträge ab 2027 – bestehende laufen weiter
  • Start: 1. Januar 2027

Die Koalition einigt sich auf die finale Förderstruktur mit Matching-Modell. Kernpunkte:

  • 50 Cent pro Euro für die ersten 360 €, danach 25 Cent pro Euro bis 1.800 €
  • Geringverdiener-Bonus: 175 €/Jahr
  • Berufseinsteiger-Bonus: einmalig 200 € für unter 25-Jährige
  • Kostendeckel: max. 1 % Effektivkosten für Standardprodukte

Das Bundeskabinett beschließt den Regierungsentwurf zum Altersvorsorgereformgesetz und leitet das parlamentarische Verfahren ein.

  • Auszahlplan bis 85 ohne verpflichtende Restkapitalverrentung
  • Öffentlicher Träger für Standarddepot vorgesehen
  • Anbieterwechsel nach 5 Jahren kostenlos

Die von der Bundesregierung eingesetzte Fokusgruppe veröffentlicht ihren Abschlussbericht. Zentrale Empfehlungen:

  • Ein neues, kapitalmarktbasiertes Altersvorsorgeprodukt als Riester-Nachfolger
  • Abschaffung der verpflichtenden 100 %-Beitragsgarantie
  • Erweiterung des förderberechtigten Personenkreises auf alle Selbstständigen
  • Vereinfachung der Förderstruktur

Nach jahrelanger Kritik an der Riester-Rente – hohe Kosten, schwache Rendite, komplizierte Förderung – startet die Bundesregierung den Reformprozess. Ein erster Referentenentwurf scheitert noch in der vorangegangenen Legislaturperiode.

Die Riester-Rente wird 2002 eingeführt – als staatlich geförderte Ergänzung zur gesetzlichen Rente. Die Grundidee war gut: Eigenvorsorge mit Zulagen und Steuervorteilen fördern. In der Praxis hat die Umsetzung bei fast allen Produktvarianten erhebliche Schwächen offenbart.

Riester in Zahlen: Von rund 36 Millionen Zulageberechtigten in Deutschland haben ca. 15,5 Millionen einen Riester-Vertrag abgeschlossen (Stand Ende 2023, Tendenz sinkend). Das heißt: Nicht einmal die Hälfte der Berechtigten nutzt die Förderung. Und selbst unter den Riester-Sparern holen viele ihre volle Zulage nicht ab.

Die strukturellen Probleme:

  • Die verpflichtende 100 %-Beitragsgarantie zwang Anbieter in konservative Anlagen – gerade im Niedrigzinsumfeld ein Renditekiller
  • Hohe Abschlusskosten: Die Provision wurde oft über die ersten 5 Jahre verteilt – in dieser Zeit floss kaum Geld in die Anlage
  • Bei Fondssparplänen (DWS, Deka, Union): Pflicht zur Restkapitalverrentung ab 85 erfordert zum Rentenbeginn einen Einmalbeitrag für eine Versicherung, deren Kosten bei Vertragsabschluss nicht kalkulierbar sind
  • Das Zulageverfahren war unnötig kompliziert – viele Berechtigte verschenkten jedes Jahr Förderung
  • Neuabschlüsse gingen seit 2018 massiv zurück – das Vertrauen war weg

Fazit: Riester war kein schlechtes Konzept – aber jede einzelne Produktvariante hatte strukturelle Nachteile, die die Fördervorteile oft aufgefressen haben. Genau da setzt das Altersvorsorgedepot an.

Grundlagen

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot (AVD) ist der Nachfolger der Riester-Rente. Am 27. März 2026 hat der Bundestag das Altersvorsorgereformgesetz verabschiedet. Ab 2027 können keine neuen Riester-Verträge mehr abgeschlossen werden – bestehende laufen weiter.

Der größte Unterschied: Du kannst dein Geld in ETFs und Fonds anlegen, die Erträge sind in der Ansparphase komplett steuerfrei – und bei der Auszahlung hast du deutlich mehr Flexibilität als bei Riester.

Drei Varianten – eine passt zu dir

Das AVD gibt es nicht als Einheitsprodukt. Du wählst, wie viel Sicherheit du brauchst:

Renditechance

Ohne Garantie

Bis zu 100 % Aktienquote möglich – ETFs, Indexfonds, aktiv gemanagte Fonds. Kein Sicherheitsnetz, dafür das volle Renditepotenzial.

Für dich, wenn: Du 15+ Jahre bis zur Rente hast und Schwankungen aushältst.
Mittelweg

80 % Garantie

Mindestens 80 % deiner eingezahlten Beiträge sind zum Rentenbeginn garantiert. Der Rest kann renditestark investiert werden.

Für dich, wenn: Du Sicherheit willst, aber nicht auf Rendite verzichten möchtest.
Sicherheit

100 % Garantie

Deine gesamten Beiträge sind zum Rentenbeginn garantiert – wie bei der klassischen Riester-Rente, aber mit besseren Konditionen.

Für dich, wenn: Dir Sicherheit wichtiger ist als Rendite und du ruhig schlafen willst.

Wer kann ein Altersvorsorgedepot eröffnen?

  • Angestellte (gesetzlich rentenversichert)
  • Beamte
  • Rentenversicherungspflichtige Selbstständige
  • Freiberufler und Unternehmer Neu
  • Freelancer ohne Rentenversicherungspflicht Neu
  • Kinder ab 6 Jahren (Frühstart-Rente)

Ob sich das Altersvorsorgedepot für dich lohnt, hängt von deiner Gesamtsituation ab – nicht von einem einzelnen Produkt.

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Förderung

Staatliche Förderung auf einen Blick

Die Förderstruktur ist neu: Statt fester Zulagen gibt es jetzt ein Matching-System – der Staat legt auf deine Einzahlungen drauf. Dazu kommen Kinderzulagen, Boni für Berufseinsteiger und Geringverdiener.

Grundzulage

bis 540 €

50 Cent pro Euro für die ersten 360 €/Jahr (= 180 €). Darüber 25 Cent pro Euro bis 1.800 €/Jahr (= 360 €).

Kinderzulage

bis 300 €

Pro Kind bis zu 300 €/Jahr. Bereits ab 25 € Eigenbeitrag pro Monat erreichbar – der Staat legt 1:1 drauf.

Steuerfreiheit

0 € Steuer

Keine Abgeltungssteuer in der Ansparphase. Umschichtungen im Depot sind steuerfrei. Erst bei Auszahlung greift dein persönlicher Steuersatz.

Berufseinsteiger-Bonus

200 €

Einmalig für unter 25-Jährige – zum Start geschenkt.

Geringverdiener-Bonus

175 €/Jahr

Jährlich zusätzlich zur Grundzulage.

Frühstart-Rente

120 €/Jahr

Der Staat zahlt 10 €/Monat für jedes Kind ab 6 Jahren in ein eigenes Depot.

Konkret: Was bleibt bei dir hängen?

Drei Beispiele – jeweils mit Günstigerprüfung. Das Finanzamt prüft automatisch, ob Zulagen oder Sonderausgabenabzug für dich günstiger sind – du bekommst immer das Bessere.

Beispiel 1

Single, 100 €/Monat, 35.000 € zvE

Eigenbeitrag 1.200 €/Jahr
Grundzulage 390 €
Sonderausgabenabzug ca. 396 €*
(bei ca. 33 % Grenzsteuersatz)
Günstigerprüfung: Sonderausgabenabzug gewinnt ca. 396 €
Beispiel 2

Paar, 2 Kinder, je 150 €/Monat, 50.000 € zvE

Eigenbeitrag (pro Person) 1.800 €/Jahr
Grundzulagen (2×) 1.080 €
Kinderzulagen (2 Kinder) 600 €
Zulagen gesamt 1.680 €
Sonderausgabenabzug ca. 1.296 €*
(bei ca. 36 % Grenzsteuersatz)
Günstigerprüfung: Zulagen gewinnen 1.680 €
Beispiel 3

Gutverdiener, 150 €/Monat, 90.000 € zvE

Eigenbeitrag 1.800 €/Jahr
Grundzulage 540 €
Sonderausgabenabzug ca. 756 €*
(bei ca. 42 % Grenzsteuersatz)
Günstigerprüfung: Sonderausgabenabzug gewinnt ca. 756 €

* Beim Sonderausgabenabzug werden die Eigenbeiträge + Zulagen (max. 1.800 €) als Sonderausgaben angesetzt. Die Steuerersparnis ergibt sich aus dem persönlichen Grenzsteuersatz abzüglich der bereits erhaltenen Zulagen. Das Finanzamt vergleicht und gewährt automatisch die günstigere Variante. zvE = zu versteuerndes Einkommen.

Riester vs. Altersvorsorgedepot – was sich ändert

Riester (alt) Altersvorsorgedepot (neu)
Anlageform Meist Versicherung, wenig ETF ETFs, Fonds, bis 100 % Aktien
Garantie 100 % Pflicht 0 %, 80 % oder 100 % – du wählst
Kostendeckel Keiner (oft 1,5–2,5 %) Max. 1 % Effektivkosten
Auszahlung Bei Fondssparplänen: Pflicht-Verrentung ab 85 Auszahlplan bis 85, keine Pflicht-Rente
Selbstständige Nur mit RV-Pflicht Alle Selbstständigen
Immobilien-Entnahme Eingeschränkt Kauf, Bau, Sanierung – förderunschädlich
Vererbung Kompliziert, oft Verlust Übertragung in eigenen Vertrag möglich

Die Tabelle zeigt den Rahmen – was für dich konkret besser ist, hängt von deinen Zahlen ab.

Erstgespräch vereinbaren →

Riester-Vertrag verstehen

Welchen Riester-Vertrag hast du – und was bedeutet das?

Nicht jeder Riester-Vertrag ist gleich. Die Unterschiede in Kosten, Rendite und Flexibilität sind enorm. Bevor du entscheidest, ob du wechselst oder bleibst, musst du wissen, was du hast.

Der verbreitetste Riester-Typ. Das Geld fließt in den Deckungsstock des Versicherers – konservativ, mit Garantiezins. Anbieter: Allianz, Debeka, Zurich, R+V u. v. m.

Stärken

  • 100 % Beitragsgarantie – du bekommst mindestens deine Einzahlungen zurück
  • Garantierter Rechnungszins (bei älteren Verträgen bis zu 2,25 %)
  • Planbare Rente durch garantierten Rentenfaktor (sofern im Vertrag fixiert)

Schwächen

  • Extrem hohe Abschlusskosten – werden über die ersten 5 Jahre verteilt (Zillmerung), in dieser Zeit fließt kaum Geld in die Anlage
  • Laufende Verwaltungskosten von 0,5–1,5 % p.a. auf das Guthaben
  • Niedrige Rendite: Der Garantiezins gilt nur auf den Sparanteil (nach Kosten), nicht auf den Beitrag
  • Intransparente Überschussbeteiligung – was der Versicherer tatsächlich erwirtschaftet, erfährst du erst spät
  • Anbieterwechsel oft teuer und mit Verlust verbunden

Typische Gesamtkostenquote: 1,5–2,5 % p.a. – bei einer Rendite von 2–3 % bleibt nach Kosten fast nichts übrig.

Das Geld wird auf zwei Töpfe aufgeteilt: einen Sicherungstopf (Deckungsstock) und einen Fondstopf. Der Versicherer steuert die Aufteilung dynamisch, um die Beitragsgarantie zu erfüllen. Von allen Riester-Modellen ermöglicht der 2-Topf-Hybrid die höchsten Aktienquoten – vorausgesetzt, der Anbieter stimmt. Anbieter: z. B. Alte Leipziger, Continentale, Condor.

Stärken

  • Höchste Aktienquoten aller Riester-Modelle – bei guten Anbietern dauerhaft 50–75 % möglich
  • 100 % Beitragsgarantie bleibt erhalten
  • Gute Fondsauswahl bei einigen Anbietern (inkl. ETFs und Dimensional-Fonds)
  • Kein separater Einmalbeitrag für Restverrentung ab 85 – die Verrentung ist im Versicherungsmantel bereits integriert
  • Garantierter Rentenfaktor bei vielen Tarifen fixiert
  • Geringeres Cash-Lock-Risiko als beim 3-Topf-Modell, weil der Deckungsstock flexibler gesteuert werden kann

Schwächen

  • Oft hohe Abschlusskosten (Zillmerung über die ersten 5 Jahre) – aber: Nettoverträge ohne Provision sind möglich (Abschluss über Honorarberater)
  • Doppelte Kostenebene: Versicherungsmantel + Fondskosten
  • Qualität extrem anbieterabhängig – bei schlechten Anbietern wird der Fondsanteil in Krisenzeiten auf nahe null reduziert
  • Cash-Lock-Risiko bleibt bei konservativen Anbietern bestehen
  • Intransparenz: Wie der Versicherer die Aufteilung steuert, ist von außen schwer nachvollziehbar

Die beste Riester-Variante – wenn der Anbieter stimmt. Die Spreizung ist enorm: Zwischen einem guten 2-Topf-Hybrid mit dauerhaft hoher Aktienquote und einem schlechten mit Cash-Lock liegen Welten. Die Anbieterwahl ist hier entscheidender als bei jedem anderen Riester-Typ.

Erweiterung des 2-Topf-Modells um einen dritten Topf: Deckungsstock + Wertsicherungsfonds + freier Fondstopf. Soll mehr Renditechancen bieten. Anbieter: z. B. Volkswohl Bund, Nürnberger.

Stärken

  • Theoretisch höhere Aktienquote als 2-Topf-Modelle
  • Der Wertsicherungsfonds soll die Umschichtungsproblematik abmildern
  • 100 % Beitragsgarantie
  • Mehr Steuerungsmöglichkeiten für den Versicherer

Schwächen

  • Noch komplexer und intransparenter als der 2-Topf-Hybrid
  • Drei Kostenebenen: Versicherungsmantel + Wertsicherungsfonds + freie Fonds
  • Der Wertsicherungsfonds hat eigene Kosten (oft 0,3–0,7 % p.a. zusätzlich)
  • Cash-Lock-Problem bleibt bestehen – nur auf drei Töpfe verteilt
  • Gesamtkosten oft über 2 % p.a. – die theoretische Rendite wird von den Kosten aufgefressen

Mehr Töpfe bedeuten mehr Komplexität, aber nicht automatisch mehr Rendite. Die Beitragsgarantie bleibt der limitierende Faktor.

Kein Versicherungsmantel, sondern ein reiner Fondssparplan mit Beitragsgarantie. Die Fondsgesellschaft sichert die Garantie über ein Lebenszyklusmodell oder dynamische Umschichtung ab. Anbieter: DWS RiesterRente Premium, Deka Zukunftsplan, UniProfiRente.

Stärken

  • Niedrigere Kosten als Versicherungslösungen – kein Versicherungsmantel
  • Potenziell höhere Aktienquote, besonders bei langer Restlaufzeit
  • Transparentere Kostenstruktur
  • UniProfiRente: Einfaches Modell mit klarer Umschichtungslogik

Schwächen

  • Abschlusskosten: Ausgabeaufschläge von 3–5 % auf jeden Beitrag (DWS, Deka) oder laufende Kosten von 1,0–1,5 % p.a.
  • Beitragsgarantie erzwingt auch hier Umschichtungen in Rentenfonds bei Börsentiefs – Erholung wird verpasst
  • DWS RiesterRente Premium: Komplexes CPPI-Modell, das in Crashs massiv in Renten umschichtet und den Wiedereinstieg in Aktien erschwert
  • Pflicht-Restverrentung ab 85: Auch hier wird zum Rentenbeginn ein Einmalbeitrag für eine Versicherung fällig – wie hoch dieser ausfällt, ist bei Vertragsabschluss völlig unklar und kann die angesparte Rendite erheblich reduzieren
  • Kein ETF-Einsatz möglich – nur hauseigene, oft teurere Fonds

Die kostengünstigste Riester-Variante – aber auch hier frisst das Zusammenspiel aus Garantielogik, Umschichtungszwang und unkalkulierbarer Restverrentung die Renditevorteile auf.

Die Riester-Förderung fließt in die Immobilienfinanzierung – entweder als Bausparvertrag oder als Tilgung eines Immobilienkredits. Anbieter: Bausparkassen (Schwäbisch Hall, BHW, LBS etc.).

Stärken

  • Zulagen und Steuervorteile fließen direkt in die Immobilie
  • Schnellere Tilgung des Immobilienkredits
  • Kein Kapitalmarktrisiko – die Rendite ist die gesparte Kreditzinslast
  • Für Eigennutzer steuerlich attraktiv, solange die Immobilie selbst bewohnt wird

Schwächen

  • Wohnförderkonto: Alle Förderungen werden fiktiv verzinst (2 % p.a.) und müssen bei Rentenbeginn nachversteuert werden – eine Steuerbombe auf Raten
  • Nachversteuerung kann je nach Höhe des Kontos und Steuersatz mehrere tausend Euro ausmachen
  • Inflexibel: Bei Verkauf oder Vermietung der Immobilie wird die Förderung schädlich – es sei denn, der Erlös fließt in eine neue selbstgenutzte Immobilie
  • Komplexe Regeln bei Scheidung, Erbfall oder Umzug
  • Bausparkassenkosten: Abschlussgebühr (1–1,6 % der Bausparsumme) + jährliche Kontoführung
  • Keine Flexibilität in der Auszahlphase – das Geld steckt in der Immobilie

Für Eigenheimbesitzer auf den ersten Blick attraktiv – die Steuerbombe des Wohnförderkontos und die Inflexibilität machen es in der Praxis deutlich komplizierter als es klingt.

Welchen Vertrag du auch hast – die richtige Entscheidung hängt von den Details ab. Der Selbstcheck unten gibt dir eine erste Orientierung.

Zum Riester-Selbstcheck ↓

Wichtig: Eine Produktentscheidung solltest du nie losgelöst von deinem Leben und dem Gesamtbild treffen. Ob Ruhestand, Geldanlage oder Immobilie – alles hängt zusammen. Mehr über Ruhestandsplanung erfahren →

Riester-Vertrag: Was jetzt?

Riester behalten, wechseln oder stilllegen?

Ein großer Teil der Fragen zum Altersvorsorgedepot kommt von Menschen, die bereits einen Riester-Vertrag haben. Die Antwort ist nicht pauschal – sie hängt von deiner Situation ab. Dieser Selbstcheck gibt dir eine erste Orientierung.

Welchen Riester-Vertrag hast du?

Die Art deines Vertrags bestimmt maßgeblich, welche Optionen sinnvoll sind.

Besparst du den Vertrag noch aktiv?

Oder liegt er schon eine Weile beitragsfrei?

Wie viele kindergeldberechtigte Kinder hast du?

Kinderzulagen können den Unterschied machen – vor allem bei kleinen Eigenbeiträgen.

Wie hoch ist dein Bruttojahreseinkommen ungefähr?

Das beeinflusst, ob Zulagen oder Sonderausgabenabzug für dich günstiger sind.

Wie viele Jahre hast du noch bis zum geplanten Renteneintritt?

Die Restlaufzeit bestimmt, wie viel Risiko dein Depot vertragen kann.

Wie stehst du zu Schwankungen am Kapitalmarkt?

Ehrliche Antwort – es gibt kein Richtig oder Falsch.

Wie viel kannst du monatlich für Altersvorsorge zur Seite legen?

Gemeint ist der Betrag speziell für geförderte Altersvorsorge – nicht dein gesamtes Sparen.

Persönliche Einordnung – kostenlos →

Diese Orientierung dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Beratung. Jede Situation hat Nuancen, die ein Selbstcheck nicht abbilden kann.

Zielgruppen

Für wen ist das Altersvorsorgedepot besonders interessant?

Familien

Bis zu 300 € Kinderzulage pro Kind und Jahr – schon ab 25 € Eigenbeitrag pro Monat. Für Familien in Gräfelfing, Planegg oder Starnberg mit zwei Kindern können das 600 € zusätzlich pro Jahr sein, die der Staat beisteuert.

Gutverdiener & Doppelverdiener-Paare

Bei hohem Einkommen wird der Sonderausgabenabzug oft günstiger als die Zulagen. Wer 1.800 € im Jahr einzahlt und einen Grenzsteuersatz von 42 % hat, spart über 750 € Steuern – zusätzlich zur steuerfreien Ansparphase.

Selbstständige & Freiberufler

Erstmals förderberechtigt – unabhängig von der Rentenversicherungspflicht. Für Freelancer, Unternehmer und Freiberufler im Raum München eine echte neue Option neben Rürup und privatem Depot.

Berufseinsteiger

200 € Einmalbonus für unter 25-Jährige und die längste Ansparphase. Wer früh startet, profitiert am stärksten vom Zinseszinseffekt – bei steuerfreien Erträgen.

Menschen mit Riester-Vertrag

Rund 15,5 Millionen Riester-Verträge bestehen in Deutschland (Stand 2023). Die Frage ist nicht ob, sondern wie du auf das neue System reagierst. Weiterbesparen, wechseln, stilllegen – das hängt von deinem konkreten Vertrag ab.

Immobilienkäufer

Entnahmen für Immobilienkauf, Hausbau, energetische Sanierung oder altersgerechten Umbau sind förderunschädlich. Das macht das AVD auch als ergänzenden Baustein zur Immobilienfinanzierung interessant.

Welche Rolle das Altersvorsorgedepot in deiner Gesamtplanung spielen kann, finden wir gemeinsam heraus.

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Vergleich

Altersvorsorgedepot vs. eigener ETF-Sparplan – brauchst du beides?

Das Altersvorsorgedepot ist kein Ersatz für ein freies Depot – und umgekehrt. Beide haben unterschiedliche Stärken. In vielen Fällen ist die Kombination sinnvoll.

Altersvorsorgedepot

  • Staatliche Zulagen und/oder Steuerersparnis
  • Kapitalerträge komplett steuerfrei in der Ansparphase
  • Keine Abgeltungssteuer bei Umschichtungen
  • Entnahme für Immobilien förderunschädlich
  • Geld ist bis zur Rente gebunden (Ausnahmen: Immobilie, Vererbung)
  • Max. 1.800 € geförderter Eigenbeitrag pro Jahr
  • Nachgelagerte Besteuerung bei Auszahlung

Freies ETF-Depot

  • Keine staatliche Förderung, aber volle Flexibilität
  • Jederzeit verfügbar – keine Bindung bis zur Rente
  • Keine Beitragsobergrenze
  • Freie Produktwahl (auch Einzelaktien, Krypto etc.)
  • Abgeltungssteuer auf Gewinne (ca. 26,4 %)
  • Steuern bei jedem Verkauf/Umschichtung
  • 1.000 € Sparerpauschbetrag pro Person

Wer nicht bis 2027 warten will, kann schon jetzt mit einem ETF-Sparplan starten – und später das geförderte Depot ergänzen.

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Unabhängige Einordnung

Was Matthias für dich tun kann

Das Altersvorsorgedepot ist ein Baustein – kein Gesamtbild. Ob es für dich Sinn macht, hängt davon ab, was du bereits hast, was du vorhast und was du brauchst. Als Honorar-Finanzplaner schaue ich mir das Ganze an – nicht einzelne Produkte.

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Bestandsaufnahme

Was hast du? Riester, betriebliche Altersvorsorge, freies Depot, Immobilie? Erst wenn alles auf dem Tisch liegt, ergibt sich ein Bild.

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Einordnung

Lohnt sich das AVD für dich? Welche Variante? Was passiert mit dem Riester? Und wie passt das zu deinen anderen Bausteinen?

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Umsetzung

Konkrete Empfehlungen, die du umsetzen kannst – oder die wir gemeinsam umsetzen. Kein Verkauf, keine Provision bei der Beratung.

Honorarbasiert · Keine Provisionen bei der Beratung · Registriert nach §34c/§34f/§34d GewO

Erstgespräch vereinbaren →

Häufige Fragen

Alles zum Altersvorsorgedepot

Bestehende Riester-Verträge laufen weiter – du musst nichts ändern. Ab 2027 kannst du keine neuen Riester-Verträge mehr abschließen. Du hast drei Optionen: Weiterbesparen (Zulagen laufen weiter), beitragsfrei stellen und parallel ein AVD eröffnen, oder das Guthaben ins neue System überführen (nach 5 Jahren kostenlos, vorher max. 150 €). Auf keinen Fall kündigen – da werden alle Zulagen und Steuervorteile zurückgefordert.

Ja – das ist eine der wichtigsten Neuerungen. Anders als bei Riester sind jetzt alle Selbstständigen förderberechtigt: Freelancer, Unternehmer, Freiberufler – unabhängig davon, ob du in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlst oder nicht.

Die Grundzulage beträgt bis zu 540 € pro Jahr (Matching: 50 Cent pro Euro für die ersten 360 €, danach 25 Cent bis 1.800 €). Dazu kommen bis zu 300 € Kinderzulage pro Kind. Für Berufseinsteiger gibt es einmalig 200 €, für Geringverdiener jährlich 175 € extra. Und: Das Finanzamt prüft automatisch, ob der Sonderausgabenabzug günstiger ist als die Zulagen.

Das kommt auf die gewählte Variante an. Bei 100 % Garantie bekommst du mindestens deine Beiträge zurück. Bei 80 % Garantie mindestens 80 %. Beim renditeorientierten Depot ohne Garantie trägst du das Marktrisiko – dafür hast du die höchsten Renditechancen. Fonds und ETFs im Depot sind Sondervermögen und damit insolvenzgeschützt.

Für Standardprodukte gilt ein Kostendeckel von 1 % Effektivkosten pro Jahr. Zum Vergleich: Viele Riester-Verträge lagen bei 1,5–2,5 %. Ein öffentlicher Träger wird zusätzlich ein eigenes günstiges Standarddepot anbieten. Der Anbieterwechsel ist nach 5 Jahren kostenlos, vorher max. 150 €.

Für Immobilienkauf, Hausbau, energetische Sanierung und altersgerechten Umbau: ja – förderunschädlich. Für andere Zwecke: technisch möglich, aber alle Zulagen und Steuervorteile werden zurückgefordert. Gewinne aus der Anlage der Zulagen darfst du behalten. Besser: Beitragsfrei stellen statt kündigen.

Der Staat zahlt für jedes Kind ab 6 Jahren 10 € pro Monat (120 €/Jahr) in ein eigenes Altersvorsorgedepot. Die Eltern müssen nichts einzahlen. Bei 12 Jahren Laufzeit bis zum 18. Geburtstag wären das 1.440 € Startkapital – das dann Jahrzehnte bis zur Rente des Kindes wachsen kann.

Das Depot selbst kannst du direkt bei einem Anbieter eröffnen. Die Frage ist: Passt es in dein Gesamtbild? Wer bereits Riester, bAV, ein freies Depot und vielleicht eine Immobilie hat, braucht keine Produktberatung – sondern jemanden, der die Bausteine zueinander ins Verhältnis setzt. Als Finanzplaner im Würmtal bei München ist genau das mein Job.

Beides hat seine Berechtigung. Das AVD bietet steuerfreie Ansparphase und Zulagen, dafür ist das Geld bis zur Rente gebunden. Ein freies Depot ist jederzeit verfügbar, aber Gewinne werden mit ca. 26,4 % Abgeltungssteuer belastet. Für viele ist die Kombination ideal: AVD für die geförderte Basis, freies Depot für Flexibilität.

Wenn du bereits in der Auszahlphase bist – dann ist ein Wechsel nicht mehr möglich. Auch wenn du einen günstigen Fondssparplan hast, weniger als 25 €/Monat sparst und mehrere Kinder hast, können die alten festen Kinderzulagen vorteilhafter sein. Und bei Wohn-Riester gelten eigene Regeln. Pauschal lässt sich das nicht beantworten – genau deshalb lohnt sich ein Gespräch.

Ja. Erben können das Guthaben in einen eigenen Altersvorsorgevertrag übertragen – dann bleibt die Förderung erhalten. Bei Auszahlung statt Übertragung werden Zulagen und Steuervorteile zurückgefordert. Deutlich besser als bei Riester, wo die Vererbung oft zu erheblichen Verlusten führte.

Ein öffentlicher Träger wird ein eigenes Standarddepot anbieten – kostengünstig, breit gestreut und ohne Abschlusskosten. Gedacht für Menschen, die sich nicht intensiv mit der Produktauswahl beschäftigen möchten. Vergleichbar mit dem schwedischen AP7-Fonds, der als Vorbild diente.

Ab dem 1. Januar 2027. Anbieter können ab dann Produkte vertreiben. Wer schon vorher planen möchte: Ein kostenloses Erstgespräch jetzt gibt dir Klarheit über deine Ausgangslage – damit du ab 2027 direkt die richtige Entscheidung treffen kannst.

In seltenen Fällen: ja. Wer weniger als 25 €/Monat sparen kann und mehrere kindergeldberechtigte Kinder hat, könnte mit einem günstigen Riester-Fondssparplan und den alten festen Kinderzulagen besser fahren als mit dem neuen Matching-Modell. Das ist ein schmales Fenster – bis 31.12.2026. Ob es sich in deinem Fall lohnt, ist eine Rechenaufgabe.

Vermögensbrücke sitzt in Gräfelfing im Würmtal – direkt vor den Toren Münchens. Matthias Hawe arbeitet als Honorar-Finanzplaner: Die Beratung erfolgt gegen Honorar, nicht auf Provisionsbasis. Mandanten kommen aus Gräfelfing, Planegg, Krailling, Neuried, Gauting, Starnberg, Germering, München-Solln, München-Pasing und dem gesamten Großraum München. Beratung auch per Video oder Telefon deutschlandweit.

Die betriebliche Altersvorsorge (bAV) läuft über den Arbeitgeber – oft mit Arbeitgeberzuschuss, aber eingeschränkter Produktwahl und Portabilitätsproblemen bei Jobwechsel. Das AVD ist privat, flexibel und an dich gebunden – nicht an deinen Arbeitgeber. Beides kann sich ergänzen.

Das Finanzamt rechnet automatisch: Sind die Zulagen (max. 540 € Grundzulage + Kinderzulagen) für dich günstiger, oder wäre der Sonderausgabenabzug (Eigenbeitrag + Zulagen bis 1.800 € von der Steuer absetzen) vorteilhafter? Du bekommst immer das Bessere. Bei hohem Einkommen und wenigen Kindern gewinnt oft der Sonderausgabenabzug. Bei niedrigem Einkommen und mehreren Kindern die Zulagen.

Klarheit über dein Altersvorsorgedepot – bevor es losgeht

Ab 2027 wird es viele Angebote geben. Damit du das richtige wählst, hilft es, vorher zu wissen, wo du stehst. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf deine Situation.

Vermögensbrücke · Gräfelfing / Würmtal bei München · Vor Ort, per Video oder telefonisch

Kostenloses Erstgespräch vereinbaren →

Die Inhalte dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Finanz- oder Steuerberatung. Alle Angaben zum Altersvorsorgedepot basieren auf dem Altersvorsorgereformgesetz (Stand: März 2026). Änderungen durch den Gesetzgeber sind möglich. Für eine auf deine Situation zugeschnittene Empfehlung vereinbare ein persönliches Gespräch.