Drei Menschen, drei Produktfragen, ein Problem.
Diese Woche saßen drei Leute bei mir. Verschiedene Leben, verschiedene Zahlen. Und irgendwann habe ich gemerkt: alle drei hatten dasselbe Problem, ohne es zu ahnen.
Der Erste wollte wissen, ob er seinen Sparplan verdoppeln soll.
Die Zweite fragte, ob sich eine Rürup-Rente für sie noch lohnt.
Und ein Paar, beide Anfang 60, saß da mit der Frage, ob sie ihre alte Fondspolice behalten oder kündigen.
Drei Produktfragen. Und jedes Mal habe ich zurückgefragt: Wofür eigentlich?
Und jedes Mal wurde es kurz still.
Das ist der Moment, um den es geht. Eine Produktfrage kannst du nicht beantworten, solange keiner weiß, wofür. Ein Produkt ist ein Werkzeug. Und ein Werkzeug beurteilst du danach, was es für dich tun soll.
Stell dir eine Pyramide vor. Drei Teile, die aufeinander aufbauen.
Unten das Fundament: dein Leben. Wie willst du leben, wann willst du aufhören zu arbeiten, was soll das Geld dir am Ende ermöglichen.
Darüber die Finanzplanung. Sie schaut, was reinkommt und was rausgeht – von heute bis ganz zum Schluss. Und sorgt dafür, dass immer genug da ist. Auch wenn mal etwas dazwischenkommt.
Und ganz oben, an der Spitze, das Produkt. Der ETF, die Police, der Vertrag. Sichert den Plan ab, mehr nicht.
Die drei sind alle oben eingestiegen. Beim Produkt. Und das ist verständlich, denn da fängt fast jeder an. Übers Produkt redet jeder mit dir. Nach deinem Leben fragt dich fast keiner.
Aber eine Pyramide baust du von unten. Erst das Fundament, dann die Mitte, dann die Spitze. Wer oben anfängt, rät nur. Und zahlt oft für etwas, das keinem Ziel dient.
Ich habe den dreien an dem Tag keine Produktempfehlung gegeben. Ich habe ihnen eine andere Frage gestellt: Wie willst du eigentlich leben?
Da fängt es an. Erst das Leben. Dann der Plan. Dann das Produkt.
Kennst du das von dir? Antworte mir einfach – ich lese jede Mail.
Schönen Sonntag noch.
Beste Grüße,
Matthias